Der Zähringer Löwe

 

 

 

 

Vor der Stadtgründung gab es im Bilivelde weder eine Kirche noch eine Kapelle. Die wenigen Bewohner der Siedlung gingen nach Heepen zur Kirche. Diese Kirche dürfte ein aus Holz errichtetes Gebetshaus gewesen sein. Um etwa 1000 wurde hier die erste steinerne Kirche erbaut. Sie könnte dort gestanden haben, wo heute die Peter- und Pauls-Kirche steht.

1236 war die Stadt Bielefeld derart angewachsen, dass sie aus dem Kirchenspiel ausgeparrt werden musste, wie eine Urkunde belegt. Dafür mussten die Bielefelder dem Pfarrer zu Heepen jährlichen an Allerheiligen einen Obulus entrichten, für die ihm entgangenen Einkünfte. 

In der Stadt war eine eigene Kirchengemeinde entstanden und vermutlich eine erste Kapelle samt Pfarrhaus. Ab 1263 wird sie nicht mehr capella genannt, sondern es wird von einer ecclesia in Bilivelde gesprochen. Da sie auf dem Boden des Grafen Hermann stand, darf man von einer Eigenkirche des Stadtgründers ausgehen. 1293 wird sie von Graf Otto III. in das von ihm neu gestiftete Kapitel an der Neustädter Marienkirche eingegliedert.
Die neue Kirche ist dem Hl. Nikolaus von Myra geweiht worden, dem Schutzpatron der Seefahrer und Kaufleute. Seine Verehrung verbreitete sich im Heiligen Römischen Reich ziemlich schnell, nachdem seine Gebeine im Jahre 1087 von Kreuzfahrern aus Myra in Syrien nach Bari überführt worden waren. So galt er auch in weltlichen Organisationen als Schutzherr, wie in der Hanse oder in der Rheinschifffahrt.  


Die Nicolaikirche ist die erste und älteste Kirche in der Stadt Bielefeld. Der Hl. Nikolaus war anfänglich der Schutzpatron der handeltreibenden Seefahrer und wurde schon bald bei allen Kaufleuten beliebt. Besonders Wein- Korn- und Leinenhändler flehten ihn um seinen Schutz an.
So verwundert es nicht, dass man in Westfalen vielerorts Nicolaikirchen antrifft. Kirchen und Kapellen in Dortmund, Soest, Osnabrück, Münster, Lippstadt, Marsberg, Höxter und Herford, alle tragen sie oder trugen sie den Namen des Heiligen.
Die Kirche steht als Marktkirche seit fast 775 Jahren in der Nähe am Alten Markt und dem alten Rathaus. Als Kirchweihtag von St. Nikolaus gilt der 17. September. Einen Textbeleg, wonach vor dem Kirchenbau 1236 bereits ab 1015 hier eine Capella gestanden haben soll, habe ich nicht gefunden.

1944 wurde sie von englischen Fliegerbomben nahezu völlig zerstört. Der Wiederaufbau in den Jahren 1954 bis 1963 erfolgte in einer veränderten Architektur. Bei dem alten Bauwerk lassen der quadratische Grundriss von 22 m x 22,8 m und die fast quadratischen Joche auf eine westfälische Hallenkirche schließen. Vier Rundpfeiler trugen die Gewölbe. Das mittlere und die westlichen Fenster trugen hochgotischen vierbahnigen Fensterschmuck; die Fenster des Chores trugen dreibahniges Fenster-Maßwerk.

Eine ins Spätmittelalter reichende Stiftung ist der silbervergoldete Abendmahlskelch der Haseke von dem Wolde und noch heute im Besitz der Kirche. Haseke war die Hofdame der Gräfin Margarethe, Witwe des Grafen Otto IV. von Ravensberg. Knauf und Fußplatte sind mit feinsten gotischen Blattornamenten verziert. Ein Bild und der Namenszug der Stifterin sowie ein Kruzifix befinden sich auf dem Fuß des Kelches eingraviert. 

 


Die Nicolaikirche war schon einige Jahrzehnte die Stadtkirche und zusammen mit dem Rathaus und dem Marktplatz bildete sie den Mittelpunkt der Stadt. Für die Anfangszeit mag sie für repräsentative Ereignisse genügt haben. Nun war die Stadt durch die Neustadt inzwischen so groß geworden, dass Graf Otto III. an den Bau einer weiteren Kirche dachte, um auch den Neustädtern den Besuch des Gottesdienstes in einem 
gebührlichen Rahmen zu ermöglichen.

Ob die Neustadt bis zum Bau der neuen Kirche eine Kapelle hatte, bleibt zu vermuten. Anscheinend war auch kürzlich erst eine Pfarrkirche entstanden. Doch der Graf dachte weiter; für seine repräsentativen Zwecke, für Staatsakte und für eine Familienkirche war St. Nicolai nicht groß genug. Auch brauchte der Graf für sich und seine Familie einen würdigen Platz für eine Grablege. Die Anregung für solch einen Bau mag Graf Otto III. von anderen Städten erfahren haben, wo solche prächtigen Stiftungen  inzwischen zur Mode geworden waren. Sicher war der Graf mit der Gründung auch auf sein Seelenheil und das seiner Familie bedacht.

Hl. Nikolaus von Myra

 

Altstädter Nicolaikirche

 


Kelch der Haseke von dem Wolde
© Volker Schlee

 

 

 

 

 

Replik des Stiftssiegels
um 1293

Am 14. Juli 1293 erfolgte die Stiftsgründung in der Neustadt, abgesegnet vom Paderborner Bischof, wie die Stiftungsurkunde belegt, nachdem man einen Platz für solch eine Kirche, sie war der Hl. Maria und dem Hl. Georg geweiht, gefunden hatte. Mit dem Bau der Kirche wird man sogleich begonnen haben. 1295, am 29. August, spricht eine Herforder Urkunde von der Neustädter Kirche. Ausgestattet wurde das Stift mit 12 Kanonikern samt ihrer Einkünfte und mit allem Notwendigen. Wann die Kirchweihe erfolgte, darüber liegt kein Datum vor. Ein Dekan erhielt die Aufsicht über das Marienstift und über das Kapitel. Das Patronatsrecht am Altarlehen übertrug der Stifter an die jeweils herrschende Herzogin in ihrer Eigenschaft als Gräfin von Ravensberg. Die Einhaltung der Stiftungs-bestimmungen sind vom Dekan und vom Kapitel und von der Herzogin Sophie von Jülich-Berg besiegelt worden.

Zur Kirche gehörte auch die Stiftsimmunität mit besonderen Rechten und Freiheiten. Das bedeutet nicht nur in rechtlicher Hinsicht, sondern auch in einem räumlichen Bereich. Das darf man wörtlich nehmen: gemeint ist ein von weltlichem Recht befreiter Raum, ein Grundstück, vielleicht sogar mit einer Mauer gegen die Außenwelt abgegrenzt. 

Das Einkommen und die Lebensfähigkeit des Stiftes scheint gesichert gewesen zu sein. Noch im Jahr der Gründung konnte der Kauf eines Zehnten zu Werther erworben werden. Spätere Urkunden belegen ständigen Zuwachs, Kauf von Gütern, Schenkungen. 1312 konnte in Jöllenbeck ein weiterer Zehnt erworben werden für immerhin 103 Mark,
was annähernd etwa €445.000 entspräche.

Auch das Ansehen des Stiftes hat sich durch die ständige Fürsorge der gräflichen Familie ständig erhöht. Ein sehr eifriger Förderer war der letzte der Grafen, Graf Bernhard von Ravensberg. Doch das betrifft die Zeit nach 1300, die hier nicht dargestellt wird.
Graf Otto III. verstarb im Jahr 1306 und fand in der Neustädter Marienkirche an der Seite seiner Gattin, Gräfin Hedwig seine Grablege.

 

 

 

Graf Otto III. und seine Gemahlin Gräfin Hedwig 
in der Neustädter Marienkirche

Der heutige Stadtteil Schildesche ist etwa 275 Jahre älter als die Stadt Bielefeld. Nur Dornberg, um 789, und Heepen, ab 795, haben einen früheren Ursprung. Die sächsische Adlige Marswidis gründete zwischen 936 und 939 nach dem Vorbild der Abtei Herford auf dem Gelände der heutigen Stiftskirche ein Damenstift. In der Folgezeit wuchs der Ort zur Siedlung heran. Das Stift stand unter dem Schutz König Otto I. und Kaiser Otto II. Im Jahre 1015 war hier eine Marien geweihte Kirche erbaut worden und ab 1019 gehörte das Stift unter Bischof Meinwerk zur Diözese Paderborn. Ein Brand zerstört im ersten Drittel des 13. Jh. das Stift.

Lange nach dem Wiederaufbau übernahm Graf Ludwig von Ravensberg, der Sohn des Grafen Hermann, um 1244 aus den Händen des Bischofs
Bernhard IV. von Paderborn die Verwaltung und auch die Gerichtsbarkeit des Stiftes. Schildesche entwickelte sich zum Kirchdorf und zum Hauptplatz der Vogtei Schildesche, in dessen unmittelbarer Nähe die Bauerschaft Schildesche, auch als Altenschildesche bezeichnet, entstand.

Zum Stift Schildesche gehörte auch der Meyerhof Sudbrack mit dem zugehörigen Sutholz, sowie der große Hof Limberg, der an Dornberg grenzte, samt limbergischem Wald, welcher bis an den, nach dem Schutzheiligen des Stiftes benannten, Johannisberg reichte. 

Die Abholzung der Waldstücke vor der Stadt, für den Hausbau und die Befestigungsanlage, die weder zum gräflichen Besitz gehörten noch sich im Besitz der Bürger befanden, führte unausweichlich zum Streit mit deren Eigentümern. Anders als die Reichsabtei Herford, die schon 1147 reichsunmittelbar war, also nur dem Kaiser und dessen Schutz unterstand, hatten die Damen des Schildescher Stiftes keine Mittel und auch keine Ministeriale, sich gegen den Holzdiebstahl zu wehren. Ihr Ärger darüber führte 1233 schließlich zum Verkauf des Johannisberges und des limbergischen Waldes an den Grafen Ludwig, der 1221 die Nachfolge des Stadtgründers angetreten hatte. Immerhin erzielten sie eine Summe von
40 Mark in Silber [was heute etwa €173.000 entspricht]. 

Als Graf Ludwig 1244 die Vogtei über das Stift übertragen erhielt, waren die Wogen soweit geglättet, dass eine Verständigung möglich wurde. Graf Ludwig entlastete sich selbst und schenkte dem Stift am 11. Oktober 1244 den Zehnten des Hofes Sudbrack. Gleichentags bestätigten Christina und Reinsvindis, die Stiftsvorsteherinnen, den Verkauf von 1233, einschließlich des Hofes Limberg. Über den Gegenwert von 1233 hinaus erhielten sie auch noch den Hof Drewer dazu. Die Stiftsdamen verziehen daraufhin dem Grafen sowie seinem verstorbenen Vater, Graf Hermann, seinen Brüdern und auch den Bürgern der neuen Stadt alles erlittene Unrecht. 

 

 

 

 


Im Jahre 1009 errichtete Bischof Meinwerk von Paderborn in der Siedlung Herswithehusen ein Bischofsgut. Am 25. Mai 1036 überschrieb er dem Stift Busdorf in Paderborn zu dessen Ausstattung unter anderem Ländereien mit drei Vorwerken in Hiriswithuson = Hardehausen. 

Das Kloster Marienfeld ist ein ehemaliges Zisterzienserkloster und liegt im Harsewinkeler Stadtteil Marienfeld im Kreis Gütersloh. Es wurde 1185 von Mönchen aus dem Kloster Hardehausen  gegründet und am 2. November 1186 von Fürstbischof Hermann II. von Münster geweiht. Hardehausen war im Jahr 1140 die erste Gründung eines Zisterzienserklosters in Westfalen. 1803 wurde das Kloster im Rahmen der Säkularisierungswelle aufgehoben. 

Seit Pfingsten 2004 lebt ein Benediktiner, Pater Gottfried Meier mit einem Mitbruder, Bruder Simeon Lüdke, aus der Abtei Gerleve in der Gemeinde, um das klösterliche Leben wieder aufzubauen.
Um 1185 machten sich zwölf Mönche, in Anlehnung an die zwölf Apostel, von Hardehausen im Paderborner Land, zusammen mit ihrem ersten Abt Eggehardus auf den Weg zu einer neuen Gründung nach Wadenhart. Am 1. November 1185 gründeten sie ihr neues  Kloster und nannten es Campus Sanctae Mariae = Feld der Heiligen Maria, heute Marienfeld. Die Weihe der Klosterkirche erfolgte 1222. 

Das Kloster hatte umfangreiche Besitzungen, Hufe, mhd. Huobe, mlat. hoba = eingezäuntes Land, und vor allem Wald, im Bilivelde. Es betrieb später im Bilivede auch zwei Mühlen, quasi vor den Toren der Stadt. 
Aus dem Kloster Marienfeld stammt ein sicherer Beleg für die Stadtgründung Bielefelds im Jahre 1214. In einer Urkunde des Jahres 1214, ausgestellt vom Abt Giselbert, wird von einem Richter Ratbertusiudex“ und von einem Dinggraf Hermann berichtet, die in Bielefeld eine richterliche Handlung vorgenommen haben.


(Urkunde)

Aus weiteren Urkunden, in verschiedenen Archiven, wie z.B. im Urkundenbuch der Stadt Bielefeld (BUB), dem Westfälischen Urkundenbuch (WUB) oder aus den Münsterschen Chroniken, sind Grundstückserwerbungen des Klosters belegt, wie z.B. 1221 über den Hof Limberg oder darüber, dass der Bischof von Paderborn, Bernhard IV., im Jahre 1231 den Zehnten zu Limberg dem Kloster überträgt. Auch von aus der Villikation des Klosters geflohener Höriger in die neue Stadt wird berichtet und von Pacht- und Rentenzahlungen ist die Rede. 

 

Das hochadlige Damenstift Herford wurde 789 in Müdehorst (heute bei Bielefeld) von einem Adligen namens Waltger als Eigenkloster gegründet. Um 800 wurde es auf den Grund seines Hofes Herivurth verlegt und später Oldenhervorde genannt.
Die Klostergründungen gehörten zum Konzept Karls des Großen, von 772 an bis etwa 805 das Sachenland zu christianisieren. Die Gründung fällt zeitlich zusammen mit anderen christlichen Zentren, wie z.B. Minden, Paderborn oder Osnabrück. Das Stift kann als das älteste Damenstift auf sächsischem Boden bezeichnet werden.

Etwa zeitgleich mit dem Kloster Corvey, um 823, wurde unter Ludwig dem Frommen das Herforder Stift zur Reichabtei erhoben und recht üppig mit etlichen für Corvey vorgesehenen Gütern ausgestattet. 1147 erhielt das Stift die Reichsunmittelbarkeit zusammen mit etwa 40 Oberhöfen und 800 zinspflichtigen Unterhöfen.
Seine Äbtissinnen waren Reichsfürstinnen und Mitglieder im Reichstag. Die in der Nachbarschaft des Stiftes anwachsende Siedlung Herford erlangte zwischen 1170 und 1180 das Stadtrecht und wurde später reichsunmittelbar.

Auch mit diesen Damen legten sich die Bielefelder an. Für die hochadligen Damen, wie für die Herforder Bürger war die Stadtgründung im Bilivelde nicht nur wirtschaftlich ein Konkurrent. So mancher wird die Gunst der Stunde und „Lockungen“ auch in Herford genutzt haben, um aus dem Hörigenverband zu fliehen und in die neue Stadt zu kommen. Wer binnen Jahr und Tag von seinem Grundherrn nicht zurückgeholt wurde, war frei und stand fortan unter dem Schutz des Bielefelder Stadtrechtes. Stadtluft macht frei, das galt auch für die Hörigen eines Klosters, was auch das Kloster Marienfeld zu spüren bekam.  

Für Ärger bei den Stiftsdamen sorgte auch Graf Hermann selbst. An der Paßstelle am Gadderbaum belegte er in Kenntnis der Zollfreiheit des Stiftes deren Weinfuhren aus den abteilichen Weingütern am Rhein und deren andere Waren mit Zoll, wie eine Urkunde aus dem Jahre 1221 belegt. In der Urkunde erbosen sich die Stiftsdamen auch darüber, dass sie, wie auch die Herforder Bauern, in ihren Rechten beeinträchtigt, dass ihre Wälder abgeholzt werden und die Stadt Bilivelde ihre Eigenbehörige in die „städtische Freiheit“ locke.

Graf Hermann muss wohl schon in vergangenen Jahren für massiven Ärger bei den Damen gesorgt haben, in dem es zu Gewalttätigkeiten um den Meyerhof zu Drewer, in der Villikation Fulen bei Rinteln und um zwei Häuser in Salzuflen und um Besitzstreitigkeiten ging. Die Urkunde berichtet weiter, dass die Stiftsdamen eines Tages, der Landesherr war wohl abwesend, die Stadt Bilivelde zerstören ließ.

Für die Äbtissin Gertrud zur Lippe war das Fass im Frühjahr 1221 übergelaufen. Herforder Ministeriale und Bürger, sie waren wenig genug, nutzten die Abwesenheit des Grafen und griffen die Stadt Bilivelde an und müssen auch einiges an Zerstörungen angerichtet haben. Die hölzerne Stadtbefestigung dürfte für die kleine Kriegsschar kein Hindernis gewesen sein. Man wird sie in Brand gesetzt haben, wie auch einige Häuser in der Stadt. Die städtischen Dienstmannen des Grafen waren wohl ebenfalls abwesend, um in der Stadt eine Verteidigung zu organisieren. Eine Burgmannschaft kann es zu diesem Zeitpunkt noch nicht gegeben haben; die „Kriegsschar“ hätte solch einen kühnen Angriff nicht gewagt. Jedenfalls muss die Sache für die neuen Bürger schlecht ausgegangen sein. 

Graf Hermann war inzwischen verstorben. Im Mai 1221 bot die Äbtissin Gertrud laut einer Urkunde den Söhnen des Grafen, Otto II. und Ludwig, einen Vergleich an. Darin stellt sie Forderungen nach Wiedergutmachung allen erlittenen Schadens, Herstellung der strittigen Besitz- und Lehnstitel im Bilivelde und anderenorts, Zollfreiheit auf alle Waren und Güter, Anerkennung der Nutzungsrechte an den Marken- und Gemeinheitsgründen des Biliveldes. Außerdem sollten die Bürger schwören, dass sie sich wegen der Zerstörung ihrer Stadt nicht rächen werden.
Solche Forderungen stellen nur Sieger über die Besiegten. Was daraus geworden ist, ist nicht bekannt. Der vorgelegten Urkunde fehlen die Besiegelung und die Corroboratio.
[Corroboratio = steht am Ende des eigentlichen Textes einer Urkunde und beinhaltet einen Beurkundungsbefehl und eine Aufzählung der Beglaubigungsmittel wie Siegel, Unterschriften, Zeugen durch die Aussteller der Urkunde. Z.B.: Et ut haec nostrae traditionis auctoritas stabilis et inconvulsa permaneat, hanc praecepti paginam inde conscriptam manu propria roborantes sigilli nostri inpressione insigniri iussimus.
Und um der Autorität dieser Unserer Übertragung feste und unerschütterliche Dauer zu verleihen, haben Wir befohlen, diese durch Unsere eigene Hand bekräftigte Urkunde durch das Eindrücken Unseres Siegels zu unterzeichnen.]
Zu dem Ausgang und des Angebotes ist auch nichts über eine Schlichtung vor dem Kölner Erzbischof bekannt. Jedenfalls zeigte der Angriff den neuen Bürgern Grenzen auf. Vielleicht auch mit der Intention: das nächste Mal könnte es noch schlimmer enden.

 

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Kreuzgang Kloster Marienfeld

 

 
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